Unterrichtsmaterial Vulkanismus - 11 - Krakatau

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pdf-Arbeitsblatt

Vulkanismus - 11 - Krakatau

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Informationen

Einreihung im Stoffplan bzw. im Lehrplan der Schule

Typ :Arbeitsblatt mit Lösungen
Format :pdf-Dokument
Fach :Geografie (Erdkunde)
Lektionsreihe :Vulkanismus (Plattentektonik, Vulkane, Erdbeben)
Stufe :Sekundarstufe 1, Realschule, Sekundarschule, Hauptschule
Klasse :8. Klasse, 2. Oberstufe

 

Vorschau

Arbeitsblatt für die Schüler und SchülerInnen zum Ausfüllen und das Lösungsblatt als Kopiervorlage für die Lehrerin oder den Lehrer in einer pdf-Datei

(www.allgemeinbildung.ch bietet neben den interaktiven Übungen auch viele kostenlose Arbeitsblätter, Kopiervorlagen, Tafelbilder und Multimedia-Präsentationen als Unterrichtsmaterial für die Primarschule (Unterstufe, Mittelstufe), die Sekundarschule (Oberstufe, Hauptschule), die Gesamtschule und die Mittelschule (Gymnasium) zum gratis Download bzw. als Freeware an)
 

Transkript

Rohfassung der Texte und Aufgaben des Arbeitsblattes und der entsprechenden Lösungen

 

Die letzte Zeichnung der Insel Krakatau, die in
der Sunda-Strasse zwischen Sumatra und Java
liegt, stammt aus dem Jahr 1880. Darauf sieht
man, dass Krakatau etwa 9 Kilometer lang und
5 Kilometer breit war. Drei Vulkankegel
erhoben sich auf der dichtbewaldeten Insel;
Rakata, Danan und Perboewatan. Seit die
Sträflingskolonie, die einige Jahre bestanden
hatte, wieder aufgelöst worden war, waren
keine menschlichen Ansiedlungen mehr
vorhanden. Nur einige Fischer benutzten die
Insel gelegentlich als Übernachtungsplatz.
Niemand auf dem umliegenden Inseln hatte
sich sonderlich erregt, als man am 20. Mai 1883
ein stundenlanges Dröhnen wie
Kanonendonner von Krakatau her vernahm.
Auch dass leichter Ascheregen auf die Küsten
rieselte und eine Rauchsäule über dem Krakatau
sichtbar wurde, beunruhigte nicht weiter. Ein
Vulkanausbruch dann und wann - daran waren
sich die Menschen in dieser Region gewöhnt.
Am 19. Juni wiederholte sich ein kleinerer
Ausbruch, diesmal vom mittleren Vulkan
Danan. Da diese Erscheinung mehrere Wochen
anhielt, fuhr am 11. August der Kapitän
Ferzenaar, der Leiter der Vermessungsbehörde,
nach Krakatau. Er bemerkte, dass sich am Fusse
des Danan ein weiterer Krater gebildet hatte
und dass es ausserdem an verschiedenen Stellen
am Boden dampfte und qualmte. Die
Pflanzenwelt der Insel schien völlig vernichtet,
nur kahle, tote Baumstümpfe erhoben sich aus
einer meterhohen Decke aus Asche und
Bimsstein. In den folgenden Tagen hatte es
weitere bedrohliche Erscheinungen gegeben.
Seereisende berichteten von heftigen Asche-
und Bimssteinregen. Die von Krakatau
aufsteigende Staubwolke erstreckte sich schon
über 80 Kilometer.
Am 26. August schien der Höhepunkt der
Tätigkeit des Vulkans erreicht. An diesem
Sonntagnachmittag erfolgten um 1 Uhr
nachmittags mehrere heftige Explosionen, deren
Krachen noch in 150 Kilometer Entfernung zu
hören war. Gewaltige schwarze Rauchwolken
stiegen über dem Krakatau bis in 27 Kilometer
Höhe auf. Immer stärkere und lautere
Eruptionen folgten im Abstand von
nur 10 Minuten. Man konnte
wahrhaft sagen, die Hölle sei los.
15 Kilometer von dieser Hölle
entfernt befindet sich ein englisches
Schiff mit Kapitän Watson und seinen
Matrosen. Diesmal sind nicht Wasser
und Sturm ihre Widersacher, sondern
der heisse Atem der Unterwelt, der
ihnen mit Feuer, Hitze, Asche und
stickigen Gasen entgegenschlägt.

Der Himmel ist verhängt mit düsteren,
von Blitzen durchzuckten Wolken.
Daraus regnet unaufhörlich Asche
herab und bis zu kürbisgrosse
Bimssteinblöcke fallen auf das Schiff herunter.
Der Kapitän lässt alle Segel reffen, um sich
vorsichtig durch die hereinbrechende Nacht
voranzutasten. Drüben, wo der Krakatau liegt,
springen Feuerfontänen in die Höhe und rollen
Lavafluten hinab ins Meer. An Deck sind die
Matrosen unablässig dabei, die herabregnende
Asche ins Meer zu schaufeln. Sehr langsam
bewegt sich das Schiff von dem feuerspeienden
Berg weg. Bevor die Männer aber endgültig die
offene See erreichen, erleben sie den Untergang
von Krakatau. Am Morgen des 27. August 1883
wird die Insel von vier gewaltigen Explosionen
in Stücke gerissen. Zwei Drittel der Insel sind
zerfetzt und nur die Südhälfte des grössten
Vulkankegels ragt noch aus dem Meer. Das
Krachen, Dröhnen, Zischen und Donnern ist in
Australien und sogar an der afrikanischen Küste
zu hören.
Der letzte gewaltige Ausbruch des Krakatau
kostete zehntausende Menschenleben. Zwar
wurden durch die ausgeworfenen
Gesteinsmassen selbst nur wenige Menschen
auf Java erschlagen, aber es hatte auch ein
gewaltiges Seebeben stattgefunden. In der
Umgebung von Krakatau hob sich der
Meeresboden um bis zu 18 Meter und das
darüberliegende Wasser wurde verdrängt.
Dadurch bildete sich eine riesige Flutwelle, die
man auch mit dem japanischen Namen
"Tsunami" bezeichnet. Diese Tsunami können
sich mit mehreren 100 Stundenkilometern
Geschwindigkeit bewegen. Wenn sich das
verdrängte Wasser den Küsten nähert und dort
weniger Platz hat können sich bis zu 25 Meter
hohe Wellen auftürmen und ganze Landstriche
verwüsten. Ein solcher Tsunami entstand also
auch beim Ausbruch des Krakatau. Da die
beiden grossen Inseln Sumatra und Java nur
gerade 50 Kilometer entfernt liegen, kam es dort
durch die heranstürmenden Wassermassen zu
furchtbaren Zerstörungen. Zwischen 150 und
200 Dörfer wurden regelrecht weggewischt und
über 35'000 Menschen ertranken.
Noch lange nach dem Untergang von Krakatau
hingen die Zeichen der schrecklichen
Vulkankatastrophe am Himmel. Monatelang bot
sich auf der ganzen Erde das Schauspiel
farbenprächtiger, nie gesehener
Sonnenuntergänge. Sie entstanden durch den
ausgeblasenen Aschenstaub, der von der
versinkenden Sonne angestrahlt wurde.

 



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